Ich bin Nicole.

Stabil im Kontakt - besonders in schwierigen Momenten.

Ich begleite Menschen, die ihren Hund nicht länger nur bewerten möchten, sondern verstehen wollen, was hinter seinem Verhalten liegt.

Bei HUNDSANS geht es nicht um schnelle Etiketten, starre Methoden oder darum, Hunde passend zu machen. Es geht um einen klaren Blick auf Verhalten, Körpersprache, Emotionen, Alltag und den Rahmen, den ein Hund braucht, um sich sicherer bewegen zu können.

Ruhig. Fachlich. Wertschätzend. Und immer mit Blick auf das echte Leben.

Wo mein Weg begann

Ich wurde 1978 in Kühlungsborn geboren und durfte die ersten Jahre meines Lebens im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern aufwachsen.

Bis 1988 war meine Kindheit geprägt von Freiheit, Natur und Tieren. Ich war viel draußen, durfte beobachten, entdecken und erleben, wie selbstverständlich Mensch und Tier miteinander leben können.

In unserer Familie gehörten Tiere einfach dazu: Schafe, Hühner, Kaninchen, Hunde und Katzen. In der weiteren Familie gab es außerdem Pferde, Schweine, Rinder, Enten und viele andere Tiere.

Diese Zeit hat mich tief geprägt — vielleicht mehr, als mir damals bewusst war.

Mein Opa und die Tiere

Eine besonders wichtige Rolle in meiner Kindheit spielte mein Opa, den alle nur Hanning nannten.

Der Alltag mit ihm war eng mit Hunden und Tieren verbunden. Ich erinnere mich nicht an einzelne große Lektionen, sondern an viele kleine Situationen: den Umgang mit unseren Hunden, das Leben mit den Tieren, das Beobachten, Reagieren und Verstehen.

Besonders fasziniert hat mich sein natürlicher Umgang mit Hunden. Da war keine große Theorie, kein starres Konzept und kein lautes Durchsetzen. Es war ein selbstverständliches Miteinander, geprägt von Ruhe, Erfahrung und Respekt.

Heute weiß ich: Diese frühen Eindrücke haben in mir etwas angelegt, das viele Jahre später wieder wichtig werden sollte.

Persönliches

Vom Naturkind zum Großstadt Rebell

Als Kind war ich ruhig, sensibel, freiheitsliebend, beobachtend und verantwortungsvoll.

1988 zog meine Familie nach Hamburg, später nach Schleswig-Holstein. Aus dem naturverbundenen Kind wurde mit der Zeit ein Großstadt-Rebell. Ich wurde lauter, unangepasster und suchte meinen eigenen Weg.

Und trotzdem blieb da immer diese Verbindung zur Ruhe, zur Natur und zu Mecklenburg-Vorpommern. Jede Ferienzeit zog es mich wieder dorthin zurück. Dorthin, wo ich mich geerdet fühlte.

Von zuhause habe ich Werte mitbekommen, die mich bis heute begleiten: Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt vor Mensch und Tier, Selbstständigkeit, Fleiß, Naturverbundenheit und Verantwortung.

In meinen rebellischen Jahren war Verantwortung für mich zeitweise nicht besonders wichtig. Heute weiß ich: Freiheit ohne Verantwortung funktioniert nicht. Auch diese Erkenntnis gehört zu meinem Weg.

Wenn das Leben einem den Boden unter den Füßen wegzieht

2005, nach dem Tod meiner Mutter, zerbrach für mich eine Welt.

Ich möchte diesen Teil meiner Geschichte nicht im Detail erzählen, aber er gehört zu mir. Diese Erfahrung hat mich tief geprägt und über lange Zeit begleitet. Ich habe nach Halt gesucht, nach Erdung und nach einem Weg, wieder bei mir selbst anzukommen.

Rückblickend war diese Zeit ein Einschnitt — aber auch ein Teil meines Weges zurück zu dem, was mir wirklich wichtig ist.

Auf der Suche.

Und dann veränderte sich alles

Rubi - der Hund, der vieles bewegte

Vor Rubi gab es bereits einige Hunde in meinem Leben. Aber Rubi war der Hund, der vieles verändert und in Bewegung gebracht hat.

Als meine Hündin Rubi in die Pubertät kam, suchte ich Unterstützung in Hundeschulen. Ich wollte verstehen, was passiert. Ich wollte lernen, wie ich sie gut begleiten kann.

Doch was ich dort erlebte, passte oft nicht zu meinem Gefühl.

Es waren nicht nur die Methoden. Es war der Ton. Das Menschenbild. Der Umgang mit den Hunden. Und auch die Art, wie zahlende Kunden zurechtgewiesen wurden.

Immer wieder ging es um Dominanz, Unterordnung und Kontrolle. Für mich fühlte sich das falsch an. Mein Bauchgefühl sagte mir: Es muss einen anderen Weg geben.

Da sprach meine rebellische Seele zu mir.

Der Beginn meines fachlichen Weges

Aus dieser Enttäuschung entstand Neugier.

Ich wollte Hunde wirklich verstehen. Ich wollte wissen, warum sie tun, was sie tun. Was hinter Verhalten steckt. Wie Hunde lernen. Wie sie kommunizieren. Und was sie brauchen, um sich sicher zu fühlen.

Besonders geprägt haben mich meine Ausbildung bei Thomas Riepe und Animal Learn, meine praktischen Stunden bei Petricks Hundeschule  und meine Weiterbildung im Ausdrucksverhalten von Hunden.

Mein großer Aha-Moment war nicht ein einzelner Satz, sondern eine Erfahrung: zu sehen und zu spüren, wie nachhaltig sich Verhalten verändern kann, wenn man nicht einfach den Hund korrigiert, sondern die Situation verändert.

Mit zunehmendem Fachwissen verstand ich Hunde anders. Und ich verstand auch mein eigenes Bauchgefühl besser.

Warum ich heute so trainiere

Ich bin nach wie vor überzeugt:

Es braucht keine Gewalt, keinen Druck und keine Unterdrückung, damit Mensch-Hund-Teams im Alltag sicherer werden.

Was es braucht, sind Verständnis, Klarheit und die Bereitschaft, hinter schwieriges Verhalten zu schauen.

Denn Hunde sind nicht einfach stur, frech oder schwierig. Verhalten hat Gründe. Und genau dort beginnt für mich gute Begleitung: nicht beim schnellen Bewerten, sondern beim Verstehen.

Ich möchte Menschen helfen, schwierige Situationen ohne Vorurteile zu betrachten. Sie sollen lernen, ihren Hund besser zu lesen, Körpersprache einzuordnen und angemessen zu reagieren.

So entsteht Sicherheit — für den Menschen und für den Hund.

HUNDSANS entsteht

2023 entstand HUNDSANS.

Ursprünglich aus der Situation heraus, dass der Begegnungskurs von Petricks Hundeschule weitergeführt werden sollte, nachdem diese nach Bielefeld zurückzog.

Aus dieser Weiterführung wurde nach und nach etwas Eigenes: ein Ort für Mensch-Hund-Teams, die im Alltag mehr Verständnis, Klarheit und Sicherheit suchen. Ohne Druck. Ohne Bewertung. Ohne starre Schubladen.

Der Name HUNDSANS steht für meine Haltung:

Hunde sind Hunde. Und genau das sollen sie auch sein dürfen.

Nicht perfekt angepasst. Nicht wie kleine Menschen behandelt. Nicht nach Schema eingeordnet. Sondern im echten Alltag verstanden und sicher begleitet.

Was HUNDSANS heute bedeutet

HUNDSANS steht für alltagsnahe, gewaltfreie und fachlich fundierte Begleitung von Mensch-Hund-Teams.

Mir geht es nicht darum, Hunde in ein Schema zu pressen. Ich möchte Menschen begleiten, die ihren eigenen Weg mit ihrem Hund finden möchten — klar, verantwortungsvoll und passend zu ihrem echten Leben.

Dazu gehört Fachwissen. Aber auch Ruhe, Ehrlichkeit, Verantwortung und der Blick auf das, was zwischen Mensch und Hund wirklich passiert.

Menschen sollen sich bei HUNDSANS wohl und verstanden fühlen — besonders dann, wenn es gerade schwierig ist.

Denn oft brauchen nicht nur Hunde Sicherheit. Auch Menschen brauchen jemanden, der ihnen erklärt, was passiert, sie ernst nimmt und ihnen zeigt, dass Veränderung möglich ist.

Verstehen. Sicherheit. Orientierung. Verantwortung. Alltag. Beziehung.

Wenn ich heute auf meinen Weg schaue

...dann sehe ich keinen geraden Lebenslauf.

Ich sehe Natur und Großstadt.
Freiheit und Rebellion.
Verlust und Suche.
Verantwortung und Neuanfang.
Technik, Planung, Menschen, Hunde und viele Umwege.

Aber genau diese Umwege haben mich zu dem geführt, was ich heute tue.

Ich musste erst meinen eigenen Weg finden, um heute Menschen und Hunde auf ihrem Weg begleiten zu können.

Nicole Herdl-Krause