Fachwissen. Praktische Erfahrung. Ein klarer Blick.
Qualifikation bedeutet für mich nicht, möglichst viele Zertifikate zu sammeln.
Qualifikation bedeutet, Verhalten fachlich einordnen zu können. Zusammenhänge zu erkennen. Körpersprache zu lesen. Stress, Unsicherheit, Lernerfahrungen, Gesundheit, Umfeld und Mensch-Hund-Dynamik gemeinsam zu betrachten.
Denn Verhalten entsteht nie losgelöst.
Ein Hund reagiert nicht einfach „falsch“. Er reagiert auf das, was er wahrnimmt, fühlt, gelernt hat und in diesem Moment bewältigen kann.
Meine Ausbildungen, Weiterbildungen und praktischen Erfahrungen helfen mir dabei, genau dort hinzuschauen: nicht nur auf das sichtbare Verhalten, sondern auf das, was dahinterliegt.
So entsteht bei HUNDSANS eine Begleitung, die fachlich fundiert, alltagsnah und verständlich ist.

Mein fachlicher Schwerpunkt
Ich arbeite nicht nach starren Plänen oder pauschalen Lösungen. Jeder Hund, jeder Mensch und jedes Mensch-Hund-Team bringt eine eigene Geschichte mit. Deshalb liegt mein fachlicher Schwerpunkt auf dem Verstehen von Verhalten im Zusammenhang.
Ausdrucksverhalten und Körpersprache von Hunden
Hunde kommunizieren ständig — über Blickrichtung, Körperhaltung, Bewegung, Distanz, Spannung, Tempo, Mimik, Atmung und viele kleine Signale.
Diese Signale wahrzunehmen und richtig einzuordnen, ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Denn oft beginnt Veränderung nicht erst dort, wo Verhalten laut wird, sondern viel früher: bei den leisen Hinweisen, die vorher übersehen wurden.
Stress, Unsicherheit und Überforderung
Viele sogenannte Verhaltensauffälligkeiten entstehen nicht aus Sturheit, Boshaftigkeit oder fehlendem Willen. Häufig zeigen Hunde Stress, Unsicherheit, fehlende Orientierung, körperliches Unwohlsein oder ungünstige Erfahrungen.
Wenn wir verstehen, was ein Hund innerlich erlebt, können wir fairer reagieren und den Rahmen so verändern, dass mehr Sicherheit möglich wird.
Hundebegegnungen und Alltagssituationen
Mein Blick richtet sich auf das echte Leben: Spaziergänge, Hundebegegnungen, Stadt- und Umweltsituationen, Ruhethemen, Mehrhundehaltung, Tierschutzhunde und all die Momente, in denen Mensch und Hund im Alltag an Grenzen kommen.
Dort zeigt sich, was ein Hund wirklich braucht: Abstand, Orientierung, Schutz, Vorhersagbarkeit, Ruhe oder eine feinere Kommunikation durch seinen Menschen.
Gewaltfreie Begleitung ohne Druck und Zwang
Nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch Einschüchterung oder ständiges Einwirken auf den Hund.
Sie entsteht durch Verstehen, Klarheit, Sicherheit und sinnvolle Schritte, die zum jeweiligen Mensch-Hund-Team passen.
Ausbildung bei Thomas Riepe
Die Ausbildung bei der Riepe Akademie war ein fachlicher Grundstein auf meinem fachlichen Weg im Hundetraining.
Besonders geprägt hat mich der Blick auf Hunde als fühlende, kommunizierende Lebewesen — nicht als Wesen, die einfach funktionieren müssen. In der Ausbildung ging es für mich vor allem darum, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern genauer hinzusehen: Was zeigt der Hund? Warum zeigt er es? Welche Rolle spielen Umwelt, Mensch, Stress, Lernerfahrungen und die jeweilige Situation?
Dieser Ansatz hat mein Verständnis für Hunde deutlich vertieft. Er hat mir gezeigt, wie wichtig Beobachtung, Fachwissen und ein respektvoller Umgang sind, bevor man überhaupt an Training denkt.
Für meine heutige Arbeit bei HUNDSANS bedeutet das: Ich möchte Verhalten nicht unterdrücken, sondern verstehen. Ich möchte Menschen helfen, ihre Hunde besser zu lesen, feiner zu reagieren und Situationen so zu verändern, dass echte, nachhaltige Entwicklung möglich wird.
Heute weiß ich: Gutes Hundetraining beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Verstehen.
Ausbildung bei Animal Learn
Meine Ausbildung bei Animal Learn hat mich fachlich und menschlich stark geprägt. Dort wurde mein Verständnis dafür vertieft, dass nachhaltige Veränderung nicht über Kontrolle, Druck oder Unterdrückung entsteht, sondern über Lernen, Kommunikation, Sicherheit und Beziehung.
Diese Ausbildung hat mein Bauchgefühl bestätigt:
Hunde müssen nicht „funktionieren“.
Sie brauchen Menschen, die sie lesen, verstehen und fair begleiten.
Heute fließt dieses Wissen besonders dann in meine Arbeit bei HUNDSANS ein, wenn Hunde unsicher, gestresst, reaktiv oder überfordert wirken.
Denn Verhalten lässt sich nicht sinnvoll einordnen, wenn man nur auf das schaut, was der Hund tut. Entscheidend ist, was dahinterliegt: Stress, Bedürfnisse, Lernerfahrungen, Umfeld, Gesundheit und der Rahmen, in dem der Hund lebt.
Nachhaltige Veränderung beginnt nicht beim Korrigieren des Hundes, sondern beim Verstehen der gesamten Situation.
Praktikum bei Petricks Hundeschule
Für die Zulassung beim Veterinäramt und die Vorbereitung auf die Prüfung nach § 11 Tierschutzgesetz fehlten mir nach meinen theoretischen Ausbildungen noch praktische Stunden. Diese durfte ich bei Anja Petrick von Petricks Hundeschule absolvieren.
Dort konnte ich mein Fachwissen in echten Alltagssituationen vertiefen: bei Hundebegegnungen, Leinenstress, Kommunikation, Unsicherheit und im Umgang mit ganz unterschiedlichen Mensch-Hund-Teams.
Diese praktische Zeit war ein wichtiger Schritt, um Theorie, Beobachtung und alltagsnahe Begleitung miteinander zu verbinden.
Das Praktikum bei Petricks Hundeschule war damit ein weiterer wichtiger Baustein auf meinem Weg zu HUNDSANS.
Ausbildung bei ATN
Nach meiner Zulassung nach § 11 Tierschutzgesetz war mein fachlicher Weg für mich noch nicht abgeschlossen.
Im Gegenteil: Je tiefer ich in die Arbeit mit Hunden eintauchte, desto klarer wurde mir, dass Verhalten oft komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheint.
Die Ausbildung bei der ATN – Akademie für angewandte Tierpsychologie und Tierverhaltenstraining erweitert meinen Blick auf Verhalten deutlich. Stress, Schmerzen, Lernerfahrungen, Lebensumfeld, emotionale Belastungen und gesundheitliche Faktoren können eng zusammenhängen.
Dieses Wissen hilft mir bei HUNDSANS, nicht nur das sichtbare Verhalten zu betrachten, sondern mögliche Ursachen dahinter besser einzuordnen.
Denn manchmal ist das, was Menschen als „schwieriges Verhalten“ erleben, ein Hinweis darauf, dass ein Hund körperlich, emotional oder im Alltag überfordert ist.
Ausdrucksverhalten von Hunden
Ein weiterer wichtiger Baustein meines Weges ist Dr. rer. nat. Ute Blaschke-Berthold und die intensive Beschäftigung mit dem Ausdrucksverhalten von Hunden.
Gerade in schwierigen Alltagssituationen ist es entscheidend, früh zu erkennen, was ein Hund zeigt:
Wann wird er unsicher?
Wann steigt seine Erregung?
Wann braucht er Abstand?
Wann kann er noch aufnehmen, was passiert — und wann ist er längst überfordert?
Dieses Wissen fließt in jede Begleitung bei HUNDSANS ein. Denn wer Verhalten verstehen möchte, muss vorher erkennen, was der Hund gerade ausdrückt.
08.2021 - Dr. rer. nat. Ute Blaschke-Berthold
Internationale Seminare
Turid Rugaas gehört für mich zu den wichtigsten Wegbereiterinnen eines respektvollen, gewaltfreien Blicks auf Hunde. Mit ihrer Arbeit zu den Calming Signals, also den Beschwichtigungssignalen der Hunde, hat sie international sichtbar gemacht, wie fein Hunde kommunizieren und wie wichtig es ist, ihre Körpersprache ernst zu nehmen.
Ihre Arbeit zu Beschwichtigungssignalen machte sie weltweit bekannt; PDTE wurde 1998 von ihr gegründet und verbindet Menschen, die eine respektvolle, hundefreundliche Philosophie teilen.
Da mich dieser Blick auf Hunde schon lange begleitet, besuche ich sehr gerne Seminare im Umfeld von Turid Rugaas und PDTE. Sie schulen meinen Blick für Kommunikation, Stress, Abstand, Sicherheit und die kleinen Signale, die im Alltag oft übersehen werden.
02.2021 - The complete dog | Turid Rugaas
05.2021 - Gestaltung eines Schnüffelgartens | Brigitta Geerlings-Wensveen
06.2021 - Simple Tools to help our dogs | Turid Rugaas, Cristina & Aurelien Budzinski
HundeSymposien und HundeKongresse
Um fachlich beweglich zu bleiben, nehme ich regelmäßig an Hundesymposien und Hundekongressen teil. Dort begegnen mir aktuelle Entwicklungen, neue Forschungsansätze und unterschiedliche Sichtweisen rund um Hundeverhalten, Lernen, Stress, Gesundheit und Mensch-Hund-Beziehung.
Für mich bedeutet Weiterbildung jedoch nicht, alles ungefiltert zu übernehmen.
Nicht alles, was modern klingt, ist automatisch sinnvoll. Und nicht jeder Ansatz passt zu meiner Haltung und meiner Arbeit bei HUNDSANS.
Mit zunehmendem Wissen wächst auch die Fähigkeit, Inhalte kritisch einzuordnen:
Was ist fachlich fundiert?
Was ist alltagstauglich?
Was ist gewaltfrei umsetzbar?
Was hilft Mensch und Hund wirklich weiter?
Genau diese ausgewählten Impulse fließen in meine Arbeit ein — ruhig, reflektiert und immer mit dem Ziel, Hunde besser zu verstehen und Menschen sicherer zu begleiten.
Gute Begleitung entwickelt sich weiter. Und ich mit ihr.
Webinare diverser Referenten
Ergänzend zu Ausbildungen, Seminaren und Kongressen nutze ich regelmäßig Webinare unterschiedlicher Referent:innen, um mein Wissen weiter zu vertiefen und fachlich beweglich zu bleiben.
Dabei beschäftige ich mich mit Themen rund um Hundeverhalten, Lernen, Stress, Kommunikation, Gesundheit, Ausdrucksverhalten und alltagsnahe Begleitung.
Gerade die Vielfalt unterschiedlicher Blickwinkel hilft mir, Zusammenhänge besser einzuordnen und mein Wissen stetig zu erweitern.
Nicht jeder Ansatz passt automatisch zu HUNDSANS. Deshalb ist mir wichtig, Inhalte kritisch zu prüfen:
Was ist fachlich sinnvoll?
Was ist gewaltfrei umsetzbar?
Was hilft Mensch und Hund im Alltag wirklich weiter?
Die wertvollen Impulse aus diesen Webinaren fließen ausgewählt und reflektiert in meine Arbeit ein — immer mit dem Ziel, Hunde besser zu verstehen und Menschen sicherer zu begleiten.
Erfahrungen mit Mensch-Hund-Teams
Neben Aus- und Weiterbildungen ist die praktische Begleitung von Mensch-Hund-Teams ein wesentlicher Teil meiner Qualifikation.
In meiner Arbeit begegne ich Menschen und Hunden mit sehr unterschiedlichen Themen:
- Unsicherheit im Alltag
- schwierige Hundebegegnungen
- Leinenstress
- Aufregung und fehlende Ruhe
- Orientierung am Menschen
- Tierschutzhunde
- Mehrhundehaltung
- Stadt- und Umweltreize
- Kommunikation zwischen Mensch und Hund
- körperliche oder emotionale Belastungen, die sich im Verhalten zeigen können
Jede Begegnung zeigt mir aufs Neue: Kein Mensch-Hund-Team ist wie das andere.
Deshalb braucht es keine pauschalen Lösungen, sondern einen genauen Blick, fachliche Einordnung und Schritte, die wirklich zum Alltag passen.
Wenn du mit den Tieren sprichst, werden sie mit dir sprechen, und ihr werdet euch kennenlernen. Wenn du nicht mit ihnen sprichst, wirst du sie nicht kennen, und was du nicht kennst, wirst du fürchten. Was man fürchtet, zerstört man.
Turid Rugaas
norwegische Hundetrainerin und Verhaltensforscherin